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Nachbarschaftsinitiative bürger- und anwohnergerechte Planung Nahversorgungsmarkt
Troisdorf Bergheim. Ein beschaulicher Ortskern mit langer Tradition. Ein Neubaugebiet mit ökologischer Prägung. Ein kleines Gewerbegebiet an der Ortsgrenze. Darum herum: Viel Grün, Ackerland, geschützte Landschaftsbereiche.
Das ist unser zu Hause. Unsere Heimat. Der Ort, an dem wir durchatmen und leben. Der Ort, an dem wir unsere Kinder aufwachsen sehen möchten.
Doch vielleicht ist Troisdorf Bergheim in einem Jahr ein völlig veränderter Ort – aktuelle Pläne der Stadt Troisdorf und der REWE-Handelskette sehen einen Supermarkt mit 1700m² Verkaufsfläche an einer Stelle vor, die für uns alle starke Einbußen an Lebensqualität bedeuten würde.
Dies zu verhindern, den Charme von Troisdorf Bergheim zu wahren und eine zukunftsorientierte, ökonomisch wie auch ökologisch sinnvolle Planung eines Nahversorgungsmarktes zu forcieren, ist unser Ziel.

Die Stadt hat nicht einmal den Ausgang eines Eilverfahrens gegen den Bebauungsplan abgewartet.
Kampf gegen Supermarkt vor Gericht – Anwohner wehren sich – erschienen am 19.11.2008 auf rhein-sieg-anzeiger.de
Mit Händen und Füßen haben sich Uwe Andrees, Marcus Respondek und viele andere Anwohner gegen den Bau eines Rewe-Markts in Bergheim gewehrt, 350 Unterschriften gesammelt und seitenweise Stellungnahmen für den Stadtrat geschrieben - doch all das fruchtete nichts, und Andrees entschied sich, vor den Kadi zu ziehen. (…)
Der Bau des Markts hat unterdessen bereits begonnen: Arbeiter schaffen derzeit das Fundament für das Gebäude.
… Und wie man so stöbert im WWW, was sieht man auf der Homepage von REWE und deren Pressemdlung vom 01.04.2008 (hoffentlich kein April-Scherz):
REWE mit City-Märkten Trendsetter im deutschen Handel
Innovatives Konzept für Innenstadt-Flächen bis 1000 Quadratmeter
Mit rund 170 neuen REWE Märkten in diesem Jahr forciert die REWE Group ihre Expansion auf dem hart umkämpften deutschen Markt. Einen Schwerpunkt bilden kleinflächige Supermärkte mit Verkaufsflächen von 500 bis 1.000 Quadratmetern. In 2008 plant REWE 30 solcher City-Märkte in Innenstädten, Nahversorgungszentren oder hochverdichteten Nahversorgungsschwerpunkten von Städten ab 100.000 Einwohner. Für ganz Deutschland macht REWE ein Potenzial von bis zu 400 City-Standorten aus. Die City-Märkte werden sowohl an bestehenden Standorten realisiert als auch neu entwickelt.
„Neben dem Preis spielt für immer mehr Kunden die Nähe des Supermarktes eine kaufentscheidende Rolle. Knappe Zeitbudgets, steigende Kosten für Mobilität, ein verändertes Umweltbewusstsein und der zunehmende Anteil älterer Menschen verstärken den Trend hin zu einer qualitativ hochwertigen und umfassenden Nahversorgung in den Innenstädten. REWE greift diese Entwicklung auf und bietet ihren Kunden den Service des Supermarktes um die Ecke“ […]
Und weiter:
"Die REWE City-Märkte bieten die Kompetenz eines konventionell großen Supermarktes ab 1.500 Quadratmetern. Die Kunden können vom Preiseinstiegsprodukt bis zum Premium- und Markenartikel wählen. Darin unterscheiden sich die REWE City-Märkte deutlich von den früheren Tante Emma-Läden“, erklärte Martin Orterer, REWE Geschäftsleitung Vertrieb.
Da sagt also nun REWE selbst, dass es durchaus mit 500-1.000 qm Fläche leben kann, und wir sind ja laut dem Gutachten der Stadt ein "Nahversorgungsbereich", und was für die Innenstädte gilt, hat für das ländliche Leben wohl noch mehr Relevanz. Hat uns nicht die Stadt gesagt, dass man keinen Investor finden konnte, der unter 1.000qm bauen würde? Die Argumentation der REWE für solche Märkte kann ich gerne unterschreiben, passt sie doch zu 0% auf den Standort am Krausacker. Die Anbindung für ältere Menschen – die zumeist eben nicht im Neubaugebiet wohnen – und auch die höheren Mobilitätskosten – spüren wir alle im Geldbeutel – spechen gegen den Plan der Stadt.
Ich hoffe sehr, dass sich die Stadt als auch der Rat und jedes einzelne Ratsmitglied mit diesem Vorhaben noch einmal intensivst beschäftigt, bevor es zur Abstimmung geht. Der Investor selbst hat es schon dargelegt, wie unsinnig der Standort Am Krausacker ist. Der Elly-Heuss-Knapp-Platz würde sich für einen solchen Markt x-mal mehr empfehlen, zumal der Platz dort mehr und mehr verkommt.
So oder so neigt sich unser Drama wohl langsam aber sicher seinem Ende entgegen. Folgende Information habe ich gestern erhalten:
"Der Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan B 181 soll vom Stadtentwicklungsausschuss in seiner Sitzung am 12.06.2008 vorberaten
und dem Rat in der Sitzung am 24.06.2008 zur Beschlussfassung vorgelegt werden."
Somit könnte (könnte!) es sein, dass ab dem 25.06. hässliche, laute Bagger unser (zum Baubeginn der Siedlung) vehement von der Stadt angepriesenes Naherholungsgebiet zerstören werden. Daher wird es jetzt Zeit, Maßnahmen zu ergreifen, um dieses völlig misslungende Projekt der Stadt zu stoppen.
Eines sollte sich aber jede Bürgerinn und Bürger genauestens überlegen: Wem er/sie seine/ihre Stimme geben wird, wenn diese Parteien, die bei diesem Projekt völlig versagt haben, wieder um die Gunst der Wähler buhlen werden. Der Orden für die größte Ignoranz und Selbstgefälligkeit gebührt ohne Zweifel der CDU, die -wie vermutlch dann die Bagger- durch die vielen Einsprüche von den Bürgerinnen und Bürgern angeregten Gespächen keinerlei Bedeutung zukommen ließen. Hr. Uedelhoven als Bürgermeister und Hr. Stocksiefen als Ortsvorsteher für Troisdorf Bergheim kann man da zweifellos in die erste Reihe stellen. Hr. Uedelhofen verzichtet zum Glück freiwillig auf eine weitere Kandidatur. Vielleicht kann man ihm auch keinen Vorwurf machen, lebt er doch in Much und weit weg von Menschen, denen er einen monströsen Supermarkt in den Garten baut. Und Hr. Stocksiefen wird gerne den Markt einweihen. Feiern ist meistens auch leichter als sich mit seinen Bürgerinnen und Bürgen einmal ernsthaft auseinander zu setzen und Rückgrat der eigenen Partei gegenüber zu zeigen.
Wie sehr sich um Troisdorf Bergheim gekümmert wird, zeigt sich ja am Elly-Heuss-Knapp- Platz: Dort türmt sich mittlerweile der Müll, die Parkmöglichkeiten sind übelst und der ganze Platz sieht aus, als hätte jemand keine Lust mehr gehabt, sein Werk zu vollenden.
Wie auch immer, wir werden Euch auf dem Laufenden halten, und immer dran denken: "Wer nicht kämpft hat schon verloren".
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