Skip to: categories | main content
Kein Supermarkt auf der grünen Wiese
Von der Seite des Kölner Stadtanzeigers:
Proteste von Erfolg gekrönt
Es ist schon verwunderlich, wenn man hier nun liest, dass auch diese Umsetzung des Marktes bereits beschlossen ist, obwohl das Verfahren selbst ja noch nicht einmal genehmigt ist, denn der Rat stimmt ja nach Aussage der Stadt erst am 04.12.2007 darüber ab. Die Stadt hat nun einen sechs Meter breiten Streifen gekauft, ohne -mal wieder- mit den Beteiligten zu sprechen- dieses kann und muss man wohl nicht mehr verstehen. Die Proteste richten sich nicht um die Position des Marktes auf dem Grundstück, NEIN, wir sind gegen diesen Standort! Warum ignoriert die Stadt diesen Bürgerwillen? Eine zwei Meter hohe Schutzwand wird auch noch gebaut- zum Schutz des REWE Pächters gegen den Anblick der Häuser? Einen effektven Lärmschutz bietet solch eine Wand wohl kaum, wer sich einmal persönlich in die Mutter-Theresa-Str. begeben hätte, und auch dort mit den Anwohnern einmal gesprochen hätte, könnte dies leicht nachvollziehen. Ein strammer, kurzer Spaziergang, wie vor ein paar Wochen u.a. mit Hr. Lehmann erfolgt, ohne Bürgerbeteiligung, bringt da leider überhaupt nichts. Sechs Meter mehr Fläche hilft hier keinem, und diese lösen auch nicht die Bedenken hinsichtlich der Umwelt oder auch des Naturschutzes, die derzeit offensichtlich keine Rolle spielen- trotz den dort lebenden Fledermäusen, Eulen und Feldhamstern. Aber darüber werden dann- letztlich- die Gerichte entscheiden, wenn die Stadt nicht auf die zahlreichen Angebote unsererseits zu einem vernünftigen Dialog bereit ist. Troisdorf- eine Familienangelegenheit!?
Jetzt sind wieder ein paar Monate ins Land gegangen, und wir nähern uns beständig dem Abstimmungstermin im Rat, der ja im Dezember ansteht. Die Ortsbesichtigung und auch die Anzeige der FDP dürfte den meisten nicht verborgen geblieben sein, und so wird es Zeit, wieder Präsenz zu zeigen.Wir (Michael, Reiner und ich) haben dazu eine Gesprächsreihe gestartet, die am 01.08. ihren Anfang gefunden hat. Wir trafen uns mit Hr. Jablonski, Fraktionsvorsitzender der CDU in Troisdorf im Rathaus.
Hr. Jablonski begrüßte uns freundlich, und wir erläuterten ihm unser Anliegen, und machten nochmals klar, dass es uns um den Standort geht, und nicht um den Markt ansich, wobei man sich über die Größe des Marktes auch noch einmal unterhalten sollte. Hr. Jablonski informierte uns, dass man nun die letzte Parzelle auch noch gekauft hätte, was nicht billig gewesen wäre. Dies hätten wir durch unseren Protest erreicht, und der Markt könnte nun ca. 7-10 Meter weiter in Richtung
Wald verschoben werden. Wir haben darauf geantwortet, dass dies unsere Situation nicht verbessert, und auch nicht das ist, was wir erreichen wollen. Die bestehenden Bedenken und Argumente, die wir ja auch in und nach der Anhörung vorgebracht haben, werden damit in keinster Weise gelöst. Hr Jablonski zeigte uns auch einen dicken Papierstapel, der wohl die Vorlage des Planungsauschusses darstellte.
Dieser Ausschuß wird also in der nächsten oder übernächsten Woche tagen und den Beschluß fassen, dass das Verfahren zunächst weitergeht. Somit wird es dann einen Offenlegungstermin geben, den wir intensiv nutzen werden, und danach haben wir vier Wochen Zeit, unsere Eingaben gegen die Planung einzureichen. Wieso der Ausschuß wohl zum dem Schluß kommt, dass die Planung weitergeht, können wir derzeit auch nicht sagen- aber anscheinend reichen wohl Fledermäuse, Eulen etc., die auf der roten Liste der bedrohten Tierarten stehen, noch nicht aus, um einen Stop zu rechtfertigen. Wir werden sehen, wenn die Begründung dann vorliegt. Ebenfalls steht uns ja noch der Klageweg offen.
Wir haben Hr. Jablonski auch die Argumente für den Standort Nr. 4 (An der großen Heerstraße) nochmals erläutert, keine direkte Wohnnachbarschaft, öffentliche Verkehrsmittel, Anbindung an die Umgehungsstraße etc.. Hr. Jablonski sagte uns zu, diesen Standort nochmals auf die Verfügbarkeit zu prüfen. Ebenfalls gab es ja ein Angbeot, das Grundstück Am Krausacker mit einem anderen zu tauschen, eine Bürgerin hatte sich auf der öffentlichen Anhörung dazu beriet erklärt. Dies war Hr. Jablonski neu, so wurde ihm dies von der Anhörung wohl nicht zugetragen. Auch dieses will Hr. Jablosnki nun noch prüfen, ob evtl. ein Tausch der Grundstücke in Frage kommt. Relativiert wurde auch die "fußläufige Erreichbarkeit", denn auch Hr. Jablonski ist bewußt, dass die Familien ein bis zweimal pro Woche mit dem Auto zum Einkaufen fahren, und nicht jeden Einkauf einzeln erledigen. Auch sagte er uns, dass der Standort nicht erste Wahl sei, sondern dass es dort am Schnellsten eine Einigung mit den Besitzern gab. Auf Nachfrage wurde auch festgestellt, dass REWE sehr wohl eine Ausstiegsklausel aus dem Vertrag hat, wenn die Planung nicht zustande kommen sollte.
Wie geht es weiter –
Wir werden uns in der kommenden Woche mit der SPD, und dann mit der FDP treffen, ich werde dann an dieser Stelle wieder darüber berichten. Zunächst bleibt uns dann nichts wieter übrig, als auf die Entscheidung des Planungsauschusses zu warten, denn dort muss ja nun erklärt werden, warum man die Planung weiter fortführenden will.
Wir machen weiter! Auch wenn der Beschuß im Planungsauschuß gefasst werden sollte: es gibt noch genügend Möglichkeiten, dieses Bauvorhaben an dieser Stelle – die weder ökonomisch noch ökologisch Sinn macht – zu stoppen!
Viele Grüße,
Marcus (+Michael und Reiner)
Es war mal wieder ein wunderschöner Abend gestern. Sanftes Licht schwebte in unseren Garten, die letzten Sonnenstrahlen erreichten unsere Terasse selbst noch um 21 Uhr, und über mangelnde Wärme konnte man sich auch nicht beschweren. Die Ruhe durchdrangen nur ein paar Grillen, Vögelzwitschern und das eine oder andere Auto. Wie wird es wohl sein, wenn sich Hr. Uedelhoven mit seinem Vorhaben durchsetzt? Die musikalische Untermalung dieser Idylle mit REWE-typischen Klängen , da will ich heute überhaupt nicht dran denken. Es ist schade, bisher hat sich weder Hr. Udelhoven, noch ein anderer Vertreter der regierenden CDU bei uns gemeldet, geschweige denn sich selbst ein persönliches Bild gemacht, im Dialog mit den direkten Anwohnern. Eine kleine Gruppe hat sich wohl kurz umgeschaut, Gespräche mit den Anwohnern waren aber nicht gewünscht. War das mit der Politik nicht so, dass diese für den Bürger/Bürgerin gemacht werden soll, da wir doch diese Vertreter wählen als auch bezahlen, mit unseren Steuern? Selbstverständlich steuern wir nur einen geringen Anteil bei, aber letztlich sorge auch ich wie alle anderen Bergheimer Bürger dafür, dass die Politiker ihr monatliches Gehalt bekommen. Und jetzt, wo nicht nur ich ein Anliegen habe, werden wir behandelt, als ob wir hier lediglich geduldet, aber nicht willkommen sind. Merkwürdig, als wir hier alle unsere Häuser gekauft haben, sah die Welt noch anders aus. Da preiste man doch das familienfreundliche Wohnen an, als auch die bürgernähe der Politiker zum Volk. Troisdorf- eine Familienangelegenheit? Die Halbwertszeit solcher Aussagen scheint ja geringer zu sein als die eines verdampfenen Wassertropfens in der Sonne....
Wir werden weiter um unsere Sache kämpfen, und die Politik (zumindest die "große"), scheint ja so langsam auch zu merken, dass bauen auf der grünen Wiese die Innenstädte leert:
"Kern der Gesetzesänderung ist die Einführung des §24a LEPro, der die Möglichkeit schafft, die Ansiedlung von grossflächigen Einzelhandelsbetrieben gezielt zu steuern. Zielsetzung des Gesetzes ist die Sicherung der Innenstadtzentren und der wohnungsnahen Versorgung der Bevölkerung."
- Genau. Oder liegt der Ortskern von Troisdorf-Bergheim auf einmal Am Krausacker? Ich freue mich schon auf die Stellungnahme der Behörden, denn den Landesentwicklungsplan mit der neuen Änderung kann auch die Stadt Troisdorf nicht einfach ignorieren.
Vielleicht helfen ja auch die Sommerferien, dass sich die Politiker noch einmal darauf besinnen, zu welchem Zweck sie eigentlich gewählt wurden!
„‚Bitte nicht auf die grüne Wiese‘ – Bergheimer fordern Versetzung des geplanten Supermarktes“ – so titelt heute das Rhein Sieg Echo Extra-Blatt Troisdorf und Umgebung.
Auch fürchten die Bergheimer um die Sicherheit ihrer Kinder, denn rund 1000 Autos sollen täglich den Großmarkt ansteuern. […] Der technische Beigeordnete Hans Christian Lehmann verwies auf die „Sicherung der Nahversorgung“ und die „Pflicht einer Stadt, sich weiterzuentwickeln.“Wir haben nichts gegen eine Einkaufsmöglichkeit, so der Bergheimer Michael Groß. Doch den Standort so nah an der vorhandenen Wohnbebauung am Standort Krausacker, halte er für unangemessen.
Als interessierter Bürger informiert man sich auch an offizieller Stelle, welche Aussagen es seitens der Stadt zu dem Gebiet am Krausacker gibt. So zum Beispiel auch auf den Seiten der Troisdorfer Wirtschaftsförderungs- und Stadtmarketing GmbH (TROWISTA), die nach eigenen Angaben „eng mit der Stadt Troisdorf zusammenarbeitet und sich regelmäßig abstimmt“.
Ich zitiere:
Seit dem Jahr 2000 entsteht nördlich der Stadtteile Bergheim und Müllekoven im Rahmen einer städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme eine neue Wohnsiedlung für rund 1.500 Einwohner auf 23,5 ha Bruttobauland.
Damit war also anscheinend schon seit dem Jahr 2000 klar, daß es zu einer Populationserhöhung von 1.500 Einwohnern kommen würde.
Interessant auch dies:
Die Siedlung ist in großzügige Grün- und Freiflächen eingebettet und die Nahversorgung ist durch fußläufig erreichbare Einkaufsmöglichkeiten für den täglichen Bedarf und durch eine Kindertagesstätte, Spielplätze und Arztpraxen sichergestellt.
Hat man nicht noch am 10.05.2007 im Rathaus versucht, den Anwesenden zu erklären, dass es eben das nicht gibt, vor allem die „fußläufig erreichbare Einkaufsmöglichkeiten für den täglichen Bedarf“ nicht gibt, und es deshalb den Markt genau Am Krausacker geben muss?
Hier kann man(n) sich ja die Frage stellen, ob die Verantwortlichen evtl. ihre eigenen Aussagen nicht mehr kennen oder kennen wollen, die öffentlich erreichbar und nachlesbar publiziert werden, und potentielle Käufer von Wohnhäusern anlocken sollen.
Eine weitere Eingabe in diesem öffentlichen Verfahren wird uns hoffentlich Klarheit dazu bringen!
Powered by serendipity | Design by Andreas Viklund | Ported to serendipity by Carl