… Und wie man so stöbert im WWW, was sieht man auf der Homepage von REWE und deren Pressemdlung vom 01.04.2008 (hoffentlich kein April-Scherz):
REWE mit City-Märkten Trendsetter im deutschen Handel
Innovatives Konzept für Innenstadt-Flächen bis 1000 Quadratmeter
Mit rund 170 neuen REWE Märkten in diesem Jahr forciert die REWE Group ihre Expansion auf dem hart umkämpften deutschen Markt. Einen Schwerpunkt bilden kleinflächige Supermärkte mit Verkaufsflächen von 500 bis 1.000 Quadratmetern. In 2008 plant REWE 30 solcher City-Märkte in Innenstädten, Nahversorgungszentren oder hochverdichteten Nahversorgungsschwerpunkten von Städten ab 100.000 Einwohner. Für ganz Deutschland macht REWE ein Potenzial von bis zu 400 City-Standorten aus. Die City-Märkte werden sowohl an bestehenden Standorten realisiert als auch neu entwickelt.
„Neben dem Preis spielt für immer mehr Kunden die Nähe des Supermarktes eine kaufentscheidende Rolle. Knappe Zeitbudgets, steigende Kosten für Mobilität, ein verändertes Umweltbewusstsein und der zunehmende Anteil älterer Menschen verstärken den Trend hin zu einer qualitativ hochwertigen und umfassenden Nahversorgung in den Innenstädten. REWE greift diese Entwicklung auf und bietet ihren Kunden den Service des Supermarktes um die Ecke“ […]
Und weiter:
"Die REWE City-Märkte bieten die Kompetenz eines konventionell großen Supermarktes ab 1.500 Quadratmetern. Die Kunden können vom Preiseinstiegsprodukt bis zum Premium- und Markenartikel wählen. Darin unterscheiden sich die REWE City-Märkte deutlich von den früheren Tante Emma-Läden“, erklärte Martin Orterer, REWE Geschäftsleitung Vertrieb.
Da sagt also nun REWE selbst, dass es durchaus mit 500-1.000 qm Fläche leben kann, und wir sind ja laut dem Gutachten der Stadt ein "Nahversorgungsbereich", und was für die Innenstädte gilt, hat für das ländliche Leben wohl noch mehr Relevanz. Hat uns nicht die Stadt gesagt, dass man keinen Investor finden konnte, der unter 1.000qm bauen würde? Die Argumentation der REWE für solche Märkte kann ich gerne unterschreiben, passt sie doch zu 0% auf den Standort am Krausacker. Die Anbindung für ältere Menschen – die zumeist eben nicht im Neubaugebiet wohnen – und auch die höheren Mobilitätskosten – spüren wir alle im Geldbeutel – spechen gegen den Plan der Stadt.
Ich hoffe sehr, dass sich die Stadt als auch der Rat und jedes einzelne Ratsmitglied mit diesem Vorhaben noch einmal intensivst beschäftigt, bevor es zur Abstimmung geht. Der Investor selbst hat es schon dargelegt, wie unsinnig der Standort Am Krausacker ist. Der Elly-Heuss-Knapp-Platz würde sich für einen solchen Markt x-mal mehr empfehlen, zumal der Platz dort mehr und mehr verkommt.