Jetzt sind wieder ein paar Monate ins Land gegangen, und wir nähern uns beständig dem Abstimmungstermin im Rat, der ja im Dezember ansteht. Die Ortsbesichtigung und auch die Anzeige der FDP dürfte den meisten nicht verborgen geblieben sein, und so wird es Zeit, wieder Präsenz zu zeigen.Wir (Michael, Reiner und ich) haben dazu eine Gesprächsreihe gestartet, die am 01.08. ihren Anfang gefunden hat. Wir trafen uns mit Hr. Jablonski, Fraktionsvorsitzender der CDU in Troisdorf im Rathaus.
Hr. Jablonski begrüßte uns freundlich, und wir erläuterten ihm unser Anliegen, und machten nochmals klar, dass es uns um den Standort geht, und nicht um den Markt ansich, wobei man sich über die Größe des Marktes auch noch einmal unterhalten sollte. Hr. Jablonski informierte uns, dass man nun die letzte Parzelle auch noch gekauft hätte, was nicht billig gewesen wäre. Dies hätten wir durch unseren Protest erreicht, und der Markt könnte nun ca. 7-10 Meter weiter in Richtung
Wald verschoben werden. Wir haben darauf geantwortet, dass dies unsere Situation nicht verbessert, und auch nicht das ist, was wir erreichen wollen. Die bestehenden Bedenken und Argumente, die wir ja auch in und nach der Anhörung vorgebracht haben, werden damit in keinster Weise gelöst. Hr Jablonski zeigte uns auch einen dicken Papierstapel, der wohl die Vorlage des Planungsauschusses darstellte.
Dieser Ausschuß wird also in der nächsten oder übernächsten Woche tagen und den Beschluß fassen, dass das Verfahren zunächst weitergeht. Somit wird es dann einen Offenlegungstermin geben, den wir intensiv nutzen werden, und danach haben wir vier Wochen Zeit, unsere Eingaben gegen die Planung einzureichen. Wieso der Ausschuß wohl zum dem Schluß kommt, dass die Planung weitergeht, können wir derzeit auch nicht sagen- aber anscheinend reichen wohl Fledermäuse, Eulen etc., die auf der roten Liste der bedrohten Tierarten stehen, noch nicht aus, um einen Stop zu rechtfertigen. Wir werden sehen, wenn die Begründung dann vorliegt. Ebenfalls steht uns ja noch der Klageweg offen.
Wir haben Hr. Jablonski auch die Argumente für den Standort Nr. 4 (An der großen Heerstraße) nochmals erläutert, keine direkte Wohnnachbarschaft, öffentliche Verkehrsmittel, Anbindung an die Umgehungsstraße etc.. Hr. Jablonski sagte uns zu, diesen Standort nochmals auf die Verfügbarkeit zu prüfen. Ebenfalls gab es ja ein Angbeot, das Grundstück Am Krausacker mit einem anderen zu tauschen, eine Bürgerin hatte sich auf der öffentlichen Anhörung dazu beriet erklärt. Dies war Hr. Jablonski neu, so wurde ihm dies von der Anhörung wohl nicht zugetragen. Auch dieses will Hr. Jablosnki nun noch prüfen, ob evtl. ein Tausch der Grundstücke in Frage kommt. Relativiert wurde auch die "fußläufige Erreichbarkeit", denn auch Hr. Jablonski ist bewußt, dass die Familien ein bis zweimal pro Woche mit dem Auto zum Einkaufen fahren, und nicht jeden Einkauf einzeln erledigen. Auch sagte er uns, dass der Standort nicht erste Wahl sei, sondern dass es dort am Schnellsten eine Einigung mit den Besitzern gab. Auf Nachfrage wurde auch festgestellt, dass REWE sehr wohl eine Ausstiegsklausel aus dem Vertrag hat, wenn die Planung nicht zustande kommen sollte.
Wie geht es weiter –
Wir werden uns in der kommenden Woche mit der SPD, und dann mit der FDP treffen, ich werde dann an dieser Stelle wieder darüber berichten. Zunächst bleibt uns dann nichts wieter übrig, als auf die Entscheidung des Planungsauschusses zu warten, denn dort muss ja nun erklärt werden, warum man die Planung weiter fortführenden will.
Wir machen weiter! Auch wenn der Beschuß im Planungsauschuß gefasst werden sollte: es gibt noch genügend Möglichkeiten, dieses Bauvorhaben an dieser Stelle – die weder ökonomisch noch ökologisch Sinn macht – zu stoppen!
Viele Grüße,
Marcus (+Michael und Reiner)