Von der Seite des Kölner Stadtanzeigers:
Proteste von Erfolg gekrönt
Troisdorf - Der geplante Rewe-Markt im Ortsteil Bergheim wird sechs Meter in Richtung des angrenzenden Naturschutzgebietes „verschoben“. Dies teilt der Technische Beigeordnete der Stadt, Hans-Christian Lehmann, mit. Die Stadt hat seinen Angaben zufolge einen sechs Meter breiten Streifen Land gekauft, um den Markt weiter weg von den Wohnhäusern an der Straße „Zum Kalkofen“ zu bekommen. Diesen Streifen will die Stadt begrünen. Zusätzlich entsteht eine zwei Meter hohe Lärmschutzwand. Sie besteht aus einem Drahtgestell mit Steinen und wird ebenfalls begrünt. „Wir wollen den Anwohnern helfen“, begründet Lehmann die Investition. Gegen den Rewe-Markt in einer Entfernung von ursprünglich nur 20 Metern zu den Häusern hatten Anwohner protestiert. (js)
Es ist schon verwunderlich, wenn man hier nun liest, dass auch diese Umsetzung des Marktes bereits beschlossen ist, obwohl das Verfahren selbst ja noch nicht einmal genehmigt ist, denn der Rat stimmt ja nach Aussage der Stadt erst am 04.12.2007 darüber ab. Die Stadt hat nun einen sechs Meter breiten Streifen gekauft, ohne -mal wieder- mit den Beteiligten zu sprechen- dieses kann und muss man wohl nicht mehr verstehen. Die Proteste richten sich nicht um die Position des Marktes auf dem Grundstück, NEIN, wir sind gegen diesen Standort! Warum ignoriert die Stadt diesen Bürgerwillen? Eine zwei Meter hohe Schutzwand wird auch noch gebaut- zum Schutz des REWE Pächters gegen den Anblick der Häuser? Einen effektven Lärmschutz bietet solch eine Wand wohl kaum, wer sich einmal persönlich in die Mutter-Theresa-Str. begeben hätte, und auch dort mit den Anwohnern einmal gesprochen hätte, könnte dies leicht nachvollziehen. Ein strammer, kurzer Spaziergang, wie vor ein paar Wochen u.a. mit Hr. Lehmann erfolgt, ohne Bürgerbeteiligung, bringt da leider überhaupt nichts. Sechs Meter mehr Fläche hilft hier keinem, und diese lösen auch nicht die Bedenken hinsichtlich der Umwelt oder auch des Naturschutzes, die derzeit offensichtlich keine Rolle spielen- trotz den dort lebenden Fledermäusen, Eulen und Feldhamstern. Aber darüber werden dann- letztlich- die Gerichte entscheiden, wenn die Stadt nicht auf die zahlreichen Angebote unsererseits zu einem vernünftigen Dialog bereit ist. Troisdorf- eine Familienangelegenheit!?